Fünfzig Menschen aus Idomeni nach Osnabrück bringen

Fünfzig Menschen aus Idomeni nach Osnabrück bringen

Unmenschlich geht es an vielen Orten zu.

Und dann gibt es die eine Geschichte, in der du drin bist.

So geht es mir mit Idomeni.

Ich war noch nicht dort, aber letztes Jahr in Thessaloniki.

Der kleine Grenzort war schon im Mai voller Flüchtlinge und da war die Grenze noch offen.

Christinnen und Christen aus der deutschen evangelischen Gemeinde in Thessaloniki fuhren ein paar in der Woche nach Idomeni und taten das Nötige und Mögliche.

Seither geht mir der Ort nicht mehr aus dem Kopf.

Und die Bilder vom Grenzzaun stehen mir vor Augen, immer wieder.

Sie haben Eingang gefunden in mein Denken und Fühlen, tauchen in Predigten und Texten auf.

Daher unterstütze ich sehr gerne die Initiative www.50ausidomeni.de und teile den Aufruf hier.

Lest ihn.

Unterschreibt ihn, wenn ihr zustimmt.

Verbreitet ihn weiter, regt in euren Kommunen eine ähnliche Aktion an.

Es kann und darf nicht sein, dass 10.000 Frauen, Männer und Kinder einfach vergessen werden.

50 Menschen aus Idomeni nach Osnabrück bringen

 

Auf ihrer Flucht vor Krieg und Verfolgung stecken mehr als 10.000 Menschen an der mazedonischen Grenze in Idomeni fest. Die Bedingungen dort sind Augenzeugenberichten zufolge erbärmlich: Die provisorische Zeltstadt steht mitten im Schlamm, durch tagelange Regenfälle sind die Menschen durchnässt, der Zugang zu Lebensmitteln und die medizinische Betreuung vor Ort sind völlig unzureichend, die hygienischen Zustände katastrophal.

 

Die Menschen haben weder die Möglichkeit, in die Kriegsgebiete ihrer Heimatländer zurückzukehren, noch die Grenze zu überqueren, da die mazedonische Polizei sie mit Blendgranaten, Gummigeschossen und Tränengas daran hindert.

 

In Griechenland zu bleiben und dort einen Asylantrag zu stellen, ist für die Geflüchteten keine Option, da das Asylsystem in Griechenland gravierende systemische Mängel aufweist: Wie der Europäische Gerichtshof festgestellt hat, kam und kommt es dort regelmäßig zu Menschenrechtsverletzungen an Schutzsuchenden.

 

Wir, eine Initiative von Osnabrücker Organisationen und Einzelpersonen, wollen ein Zeichen setzen und fünfzig Menschen aus Idomeni nach Osnabrück holen. Das ist nicht viel und doch mehr als nichts.

 

Osnabrück leistet Großartiges in der Hilfe für geflüchtete Menschen.

Die Stadt, gemeinnützige Organisationen, Kirchengemeinden und unzählige Ehrenamtliche unterstützen die Ankommenden in einem Maß, wie es kaum jemand für möglich gehalten hätte. Wir sind uns sicher: Hier ist auch Platz für weitere 50 Personen!

 

Als BürgerInnen von Osnabrück bitten wir Sie daher, uns zu unterstützen und als Stadt den Beschluss zu fassen, 50 Flüchtlinge aus Idomeni aufzunehmen!

Damit die Geflüchteten auch wirklich den Weg hierher finden, bitten wir Sie, sich beim Land Niedersachsen und der Bundesregierung dafür einzusetzen, die Aufnahme dieser 50 Geflüchteten in Deutschland zu bewilligen und ihnen die sichere Einreise zu ermöglichen.

Wir werden Sie dabei ausdauernd und mit all unseren Möglichkeiten unterstützen.

 

ErstunterzeichnerInnen:

Dr. Renate Vestner-Heise für die Flüchtlingshilfe Rosenplatz e.V.
Theo Paul, Generalvikar, für das Bistum Osnabrück
Andreas Neuhoff, für EXIL e.V.
Franz-Joseph Lotte für Pax Christi Regionalverband Osnabrück/Hamburg
Stefan Wilker für attac Osnabrück
Norbert Grehl-Schmitt für die Bundesgeschäftsstelle von Pro Asyl
Antonia Martin-Sanabria, Elisabeth-Siegel-Preisträgerin 2016
Pastor Dr. Matthias Jung, Referent für den KDA (Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt)
Lioba Meyer, ehemalige Bürgermeisterin der Friedensstadt Osnabrück
Guy Hofmann für „Pflege am Boden Osnabrück“
Dr. Carl-Heinrich Bösling, Geschäftsführer der VHS-Osnabrück
Proff. Dr. Reinhold Mokrosch, Dr. Elk Franke, Dr. Harald Kerber, Dr. Arnim Regenbogen, Koordinatoren des ‚Philosophischen Cafés Osnabrück
Ulrich Gubert für Amnesty International Gruppe Osnabrück
Ralph Griesinger für Griechenland Solidarität Osnabrück
Ludger Wortmann (Geschäftsführer des Internationalen Bund Osnabrück)
Michael Bünte, Geschäftsführer HelpAge Deutschland
Lutz Hethey, Geschäftsführer HelpAge Deutschland

Mittlerweile gibt es den Aufruf mehrsprachig als PDF zum Download: Offener Brief an den Oberbürgermeister

Das Beitragsbild ist übrigens von Vassilis Mathioudakis, danke für die Erlaubnis, es zu verwenden!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s