„Den Wandel wagen? Wie aktuell!“

Als ich heute in einem Gespräch einer Frau den Titel unseres Buchs nannte, sagte sie spontan: „Das ist ja hoch aktuell!“

Wie wahr.

Als Christine und ich im Dezember nach langem Suchen und Tasten endlich den Titel festgelegt hatten, hätte ich mir nicht träumen lassen, dass er drei Monate später eine ganz neue Brisanz erhält.

In unseren Essays geht es immer wieder um die Frage, warum das oft so zäh und langsam mit den Veränderungen voran geht, die „wir“ doch eigentlich im Blick auf eine lebenswerte Zukunft vor allem unserer Kinder und Kindeskinder wollen. Wir haben auf die Widerstände geschaut, innere wie äußere. Wer oder was verhindert, dass wir mutig voran schreiten? Wenn ich diese Widerstände erkenne und anerkennen, dann werde ich in der Folge widerständiger, klarer, mutiger und wage den Wandel leichter.

Und nun kommt ein Wandel rasant, brutal, verstörend und ich werde nicht gefragt, ob ich ihn will. Es bleibt mir und uns nichts anderes übrig, als diesen Wandel mit aller Kraft zu wagen. Denn unter autokratischen und diktatorischen Verhältnissen ist damit nicht zu rechnen, dass es eine gute und lebenswerte Zukunft für Menschen geben wird.

Wandel wagen heißt widerstehen, widerständig leben. Das geht nur, wenn die Hoffnung von einer guten Zukunft bleibt. Schwer daran festzuhalten in diesen Tagen. Und doch spüren wir den Hauch des Neuen. Solidarität, Gemeinsinn, Engagement, Klarheit, Mut. Das Neue keimt zwischen harten Steinen, genau das zeigt das Cover unseres Buchs.

Blättere ich heute die Essays durch, dann kommen sie mir emotional vor wie aus einer fernen Zeit. Da bin ich nicht. Oder nicht mehr? Die Fragen bleiben. Klimakrise. Finanzwelt. Trauer und Klage. Suche nach neuen Leitmotiven. Interkultureller und interreligiöse Begegnung. Europa. Und die eine große Frage, die Frithjof Bergmann gestellt hat: „Was ist denn eine Arbeit, die du wirklich wirklich willst, aus tiefster Leidenschaft und Überzeugung?“ Ob die Antworten anders ausfallen, wenn sich der Nebel über den blutigen Schlachtfeldern in der Ukraine verzogen hat?

Ich weiß noch nicht, wie der Titel unseres Buchs und sein Inhalt bei den Leser:innen ankommt, es ist ja erst wenige Tage auf dem Markt. Aber für mich, für mein ganz persönliches Denken, Fühlen und Handeln haben diese Worte etwas Prophetisches: „Den Wandel wagen – Widerstände überwinden auf dem Weg in eine bessere Zukunft.“

Hier geht es zur Verlagsankündigung: Den Wandel wagen

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