Talk mit Anne Will: Heilige Ehe? | aktuell.evangelisch.de

Ich hab die Sendung nicht gesehen, den Artikel auf evangelisch.de finde ich gut. Den Schlusssatz des Kommentars vor allem.

Auch wenn von Beverfoerde zwischenzeitlich drohte, Erika Steinbach die Show zu stehlen, lebte die Sendung gerade von den oftmals selbstentlarvenden Argumenten der beiden Gegnerinnen der Homo-Ehe. Beiden gelang es im Verlauf der Sendung nicht zu erklären, warum die Ehe von Männern und Frauen schützenswerter sein soll als die von gleichgeschlechtlichen Paaren. Stattdessen flüchteten sie sich in banale Bilder „man vergleicht ja auch nicht Äpfel mit Birnen“ oder beharrten darauf, dass die Ehe der „Reproduktion“ diene. Dass es auch homosexuelle Paare mit Kinder gibt, sei „nicht normal“. So konnte man sich des Eindrucks nicht verwehren, dass den beiden Fürsprechern der Homo-Ehe die Ehe als Institution im eigentlichen Sinne heiliger ist als von Beverfoerde und Steinbach.

viaTalk mit Anne Will: Heilige Ehe? | aktuell.evangelisch.de.

Edit.:

Es ist ein paar Stunden her, seit ich den Beitrag gelesen und reblogged habe. Eben bin ich noch mal bei evangelisch.de drauf gegangen und bin entsetzt über den ein oder anderen Kommentar.

„Erika Steinbach hat recht. Es darf kein Adoptionsrecht für Homosexuelle geben. Denn ein Kind braucht Mutter UND Vater. Homosexualität führt zu einer verstärkten Ausbreitung von Aids. Im Übrigen ist ein enger körperlicher Kontakt nur für ein Kleinkind normal. Für einen Jugendlichen oder Erwachsenen ist ein enger körperlicher Kontakt nicht normal, und nur dann gerechtfertigt, wenn es lebensnotwendig ist bzw. der Fortpflanzung dient.“

„Die Sendung war totalitär.
1. Frau Will ergriff deutlich Partei für die Homoehe.
2. Frau Will stellte fast nur den Gegnern Fragen.
3. Das Publikum, schrie bei jeder Kritik laut auf.
Der Artikel ist ebenfalls einseitig, wann kapieren die Evangelen es endlich. Ihr kriegt nicht mehr Mitglieder, ganz egal wie offen und tolerant ihr euch gibt.
Die Leute brauchen keine rot grüne Kirche.“

„Euer Beitrag geht mal wieder gar nicht.
Wieder alles schön homofreundlich geschrieben.
Lese nur wieder raus:
Gott toleriert Homos
Gott steht 100% hinter Homosex und Ehe
(Satz gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion)
Werde bald austreten aus der evangelischen Kirche.
Das Gott diese Zielgruppe liebt ja, aber so wie ihr die Bibel umdreht und genauso formuliert wie jede andere politische Partei…… nee das geht gar nicht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!“

Puh. Erst mal durchatmen. Ich bin immer wieder über diese Polemik erschrocken.

Gibt aber auch Beiträge, in denen versucht wird, zu argumentieren:

„Ich wünsche mir eine Kirche, die fragt, warum und wie Gott die Ehe eingesetzt hat. Die aus der Bibel heraus lebt. Ich wünsche mir eine evangelische Kirche, die ihr Fähnlein nicht nach dem Wind hängt, sondern auch einen prophetischen Auftrag wahrnimmt.“

Auch wenn ich zu einem gänzlich anderem Ergebnis komme als der Autor, hier unterschreibe ich jeden Satz.

Und der letzte zur Zeit freigeschaltete Kommentar gefällt mir dann richtig gut:

„Was manche hier für einen Unsinn als Kommentar ablassen ist echt nicht mehr feierlich! Homosexualität würde AIDS helfen sich auszubreiten? Oh mein Gott, wisst ihr eigentlich was ihr da für nichts wissende Kommentare ablasst? Ich bin selbst bin ein „Homo“ und lebe mit meinem Lebenspartner zusammen, AIDS haben wir keins und wir springen auch nicht von Bett zu Bett, was aber viele „Heteros“ gerne tun. Eine Frage hab ich an die, die alles besser Wissen: Würde unser Gott wollen, dass man unglücklich mit einer Frau zusammen lebt die man auch nicht liebt,obwohl man ein glückliches Leben mit einem gleichgeschlechtlichen Partner führen könnte? Denkt mal drüber nach, lasst die Frage auf euch wirken und entscheidet dann, was ihr davon haltet.“

Ein Gedanke zu “Talk mit Anne Will: Heilige Ehe? | aktuell.evangelisch.de

  1. In einer Gesellschaft, in der das Prinzip des Gehorchens wie zu Zeiten der Leibeigenschaft noch immer sehr stark in den Strukturen wiederzufinden ist (gehorche Vater, Mutter, Gott, Lehrer, Chef, und Staat), dürfen wir uns nicht wundern, wenn das Verteidigen alter Tradition so stark zu beoabachten ist. Schließlich sitzt diese Programmierung extrem fest.
    Spontan musste ich wieder an diese kleine Geschichte der fünf Affen denken:
    Wie uns eine Geschichte über fünf Affen lehrt, warum wir von Gewohnheiten so schlecht lassen können.
    Dass Homosexualität biologisch erklärbar ist und auch bei allen anderen Lebewesen dieser Erde genauso zu beobachten ist, ist doch ein deutliches Indiz, dass es zur Schöpfung genauso dazu gehört.
    Liebe Grüße, Martin

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