Wie viel Religion verträgt das Netz? Wie viel Religion braucht das Netz? (Reblogtvon Ralf-Peter Reimann)

Guter Text. Stimme voll überein. Doch woran liegt es? Mischen „wir“ uns zuwenig ein? Wer ist „die“ Netzcommunity“? Wer setzt die Themen, bestimmt die Diskussionen? Der Trend ist ja nicht neu, erinnere mich daran, letztes Jahr hab ich dazu schon was gebloggt (
http://wp.me/p2kEr4-2M) und du auch, ich bezog mich da schon auf dich.
Ich war ja grade in Paris und wir haben mit Menschen dort über die Rolle von “Kirche” in der Öffentlichkeit gesprochen. Sind wir vielleicht immer noch dran “gewöhnt”, das “unsere” Meinung gefragt – war? Vielleicht ist mehr Bescheidenheit unsererseits angesagt auf dem digitalen Marktplatz. “Da” sind wir aber und ich finde, Antje Schrupp hat völlig recht, wenn sie immer wieder beton: Besser zwei Menschen mache ich mit einem Beitrag nachdenklich und rege sie zum umdenken an als das 100 Menschen “gefällt mir” drücken. Biblisch gesagt: der Geist weht, wo er will. 🙂

Θ TheoNet.de

Soziale Netzwerke durchdringen alle Bereiche des Lebens, nichts wird ausgespart, Freude und Leid, Spaß und Ernst, Leben und Tod. Und auch die Religion hat ihren Platz, allerdings wird religiöse Online-Kommunikation in der Regel von der Netzcommunity in Deutschland eher wenig wahrgenommen.

Dies zeigte sich jüngst bei der Beschneidungsdebatte: das wurde in den meinungsführenden Print-Medien ganz anders diskutiert als von der Netzcommunity mit ihren Blogs, da die deutsche Internetgesellschaft eher atheistisch als kirchlich geprägt ist. In Print-Medien kamen vielfach Vertreter der Kirchen zu Wort, die etwa das Recht auf Beschneidung auch aus der deutsch-jüdischen Geschichte ableiten und das Recht auf religiöses Selbstbestimmung stark machten. In vielen Online-Beiträgen dagegen stellten Blogger vor allem das Recht auf körperliche Unversehrtheit des Kindes in den Vordergrund. Die religiöse Perspektive spielte hier nur eine rudimentäre Rolle.

Ist diese vereinfachende, holzschnittartige Beobachtung verallgemeinerbar?

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3 Gedanken zu “Wie viel Religion verträgt das Netz? Wie viel Religion braucht das Netz? (Reblogtvon Ralf-Peter Reimann)

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