Scheitern. Ein Querschnittsthema

Lebenslauf des Scheiterns

Das Thema „Scheitern“ beschäftigt mich seit mehreren Jahren, und ich habe verschiedentlich dazu gebloggt oder aus anderen Anlässen dazu verfasst. Auf dieser Seite sind sie aufgelistet.

(Mein) Lebenslauf des Scheiterns

Das Manager Magazin twitterte gestern den Hinweis auf diesen Text: Diese Jobs habe ich alle nicht bekommen – Beichte eines Princetown-Professors.

Was sich im ersten Moment etwas reißerisch anhört, ist eine sehr nachdenkenswerte Auseinandersetzung mit dem Scheitern im eigenen Leben – denn Johannes Haushofer ist alles andere als „gescheitert“ im landläufigen Sinn. Als ich den Artikel las, dachte ich wie sieht eigentlich dein Lebenslauf des Scheiterns aus?

https://blog.matthias-jung.de/2015/02/14/fuckup-night-oder-auch-vom-umgang-mit-unternehmerischem-scheitern/

Fuck up – das heißt so viel wie verbocken, vermasseln, Mist bauen. Man könnte auch sagen: scheitern. Unter der Überschrift „FuckUp Nights“ breitet sich ein Veranstaltungsformat aus, in dem Menschen von ihrem unternehmerischen Scheitern erzählen. Am Donnerstag (12.02.) fand die erste FuckUp Night in Hannover statt und ich war dabei…

Scheitern ist nicht das Ende

Gedanken zum Beginn einer Tagung in der Evangelischen Akademie Rheinland: Im ersten Moment tut es weh. Sehr weh. Das Gefühl, gescheitert zu sein…

Scheiternde Pfarrer/-innen

Andacht im Pfarrkonvent Dinslaken am 9. April 2014.

Scheitern. Mitleiden. Klagen.

Ich scheitere, wenn ich eine Idee, eine Vision, einen Traum nicht umsetzen kann – und dies als Niederlage empfinde. Scheitern kommt in allen Lebensbezügen vor. Mein Fokus liegt hier aber nicht auf dem individuellen Bereich, sondern richtet sich auf Wirtschaft, Arbeitswelt und globale Zusammenhänge. Seit längerem beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe des Sozialethischen Ausschusses der rheinischen Landeskirche mit der Frage der Seelsorge an von Insolvenz betroffenen Menschen. Dabei geht es nicht um die Mitarbeitenden, die ihren Arbeitsplatz verlieren, sondern um die Geschäftsführer/innen, Handwerksmeister/innen oder Unternehmer/innen, deren Betriebe vor dem Aus stehen. Häufig stürzen Menschen, die scheitern, in ein tiefes Loch, weil sie die Schuld zunächst und vor allem bei sich suchen, auch im Bereich von Insolvenzen…

Tod des Mose. Predigt über 5. Mose 34

Vierzig Jahre lang hat er nachts wach gelegen. Geträumt vom gelobten Land. In dem Milch und Honig fließen. Ziel schlafloser Nächte. Der Traum, der ihm vor Augen stand. Wie wird es sein? Meinen Fuß auf den versprochenen Boden setzen. Den Duft von Blüten und Früchten riechen. Aufatmen, ankommen. Endlich. Nun ist es so nah, das Traumland. Und für Mose unerreichbar. Hineinschauen darf er. Mehr nicht. Oben auf dem Berg hört er die Stimme Gottes: Dies ist das Land, das ich dem Volk Israel versprochen habe. Doch du wirst nicht hineinkommen. Und so geschieht es…

Leben als Fragment zwischen Wollen und Können

Seit Jahren beschäftigt mich dies im Blick auf die Grundthese des Philosophen Frithjof Bergmann. Er sagt: Der Mensch ist dann glücklich, wenn er eine „Arbeit“ hat, die er „wirklich, wirklich will“. Ich fand und finde diese These faszinierend und habe bei mir und anderen die Erfahrung gemacht, dass dieser Gedanke der Übereinstimmung zwischen Person und Tätigkeit spontan einleuchtet. Was aber, wenn Wollen und Können einfach nicht zueinanderfinden? Trotz allem Coaching, Selbstversuchen, Bemühungen?

Angst frisst Seele auf

Freitagabend, Evangelische Akademie Rheinland, Bad Godesberg, Tagung: Wenn Angst die Seele frisst – Das Risiko beruflichen Scheiterns als Herausforderung für Einzelne und die Unternehmenskultur. Nach zwei Vorträgen von Stefan Zahlmann (Historiker) und Joachim von Soosten (Theologe) sitze ich zwischen zwei Frauen und zwei Männern und soll gleich ein Podiumsgespräch mit ihnen moderieren. Was nun passiert, macht aus einer »reinen« akademischen Tagung eine Begegnung in großer Offenheit. Denn es wird schnell klar, dass nahezu jede und jeder intensive, teils drastische Erfahrungen mit Scheitern in unternehmerischen Zusammenhängen gemacht hat. Und die Bewältigung dieser Erfahrung ist sehr unterschiedlich weit fortgeschritten. Die Bereitschaft, sich persönlich zu äußern und damit auch verletzlich zu zeigen, steckt an und zieht sich durch die Runde…